Häufig gestellte Fragen

Nach welcher Pädagogik lernen die Kinder?

Bei uns steht die projekt- und erlebnisorientierte Pädagogik im Vordergrund. Damit können wir der natürlichen Neugier der Kinder gerecht werden und Lernen mit Erlebnissen verknüpfen. Dazu nutzen wir die pädagogische Interessenstheorie, bei der die persönlichen Interessen der Kinder im Zentrum stehen. Die Bindungsorientierung spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Die Lehrpersonen sind sich der Macht der Bindung bewusst und gehen auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Ebenfalls nutzen wir Lerninstrumente aus der Montessori-Pädagogik und Kompetenzraster, welche mit dem Lehrplan 21 abgestimmt sind. 

Was braucht es, damit ein Kind produktiv lernen kann?

Im Besten Fall lernen Kinder, wenn sie Lernen mit Freude verbinden können. Freude entsteht dann, wenn sie Themen und Projekte selber wählen und diese mit Erlebnissen verknüpfen dürfen. Sie entscheiden selber, wie tief sie in ein Thema eintauchen und wie lange sie daran arbeiten. Sobald sie in der "sensiblen Phase" (Begriff von Maria Montessori) sind und reif für etwas sind, lernen sie es sehr schnell und einfach. Auch das Spielen spielt eine grosse Rolle beim Lernen. Wird lernen mit Spiel verknüpft, passiert Lernen nachhaltig.
Eine gute Bindung zur Lehrperson ist ebenfalls Voraussetzung, damit das Kind erfolgreich lernen kann.

Brauchen die Kinder nicht doch ein bisschen Druck, damit sie lernen?

Druck bewirkt leider oft das Gegenteil von Freude. Viele Kinder machen mit Druck schlechte Erfahrungen. Sie bekommen Versagensängste, möchten den Erwachsenen gefallen und kommen so von ihrem eigentlichen inneren Weg ab. Manchmal sind die Kinder dadurch komplett blockiert. Lernen ist dann nur unter grossen Bemühungen möglich. Manche Kinder machen bereits sehr früh in der Primarstufe diese Erfahrung.
Unsere Aufgabe ist es, die Lernlust zu erhalten. Unsere Lehrpersonen fordern die Kinder selbstverständlich auch mit neuen Lerninhalten. Sie bekommen regelmässig Inputs, die sie jedoch ohne Angst vor dem Scheitern angehen dürfen.

Könnt ihr garantieren, dass mein Kind später studieren kann?

Nein, das können wir nicht garantieren. Nicht jedes Kind will später ein Studium absolvieren.
Wir können garantieren, dass wir jedes Kind individuell begleiten und es seine Interessen und Fähigkeiten herausfinden und weiterentwickeln kann. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder, die ähnliche Schulen besucht haben keinerlei Probleme haben bei der Berufswahl und Anschlussmöglichkeiten. Oft bringen sie bereits in ihrem jungen Alter sehr gute Soft Skills mit. Sie haben Vertrauen in ihre Fähigkeiten und wissen was sie können - und was nicht. Mit Kindern, die von sich aus in ein Gymnasium wechseln möchten, werden selbstverständlich die Aufnahmeprüfungen geübt.

Lernen die Kinder an eurer Schule überhaupt etwas?

Ja. Wenn die Kinder selbst wählen, was, wann und wie sie lernen, ermöglicht es ihnen, ihrem natürlichen Wissensdrang zu folgen und sich intensiv mit Themen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Forschungs- und Erfahrungsberichte zeigen, dass Kinder, die ihrem eigenen Tempo folgen und Themen selber wählen tatsächlich sehr viel und auch tiefgründig lernen. Durch diese Freiheit entwickeln sie wichtige Fähigkeiten wie Selbstständigkeit, kritisches Denken und Eigenmotivation. Kinder lernen spielerisch und praxisnah, was ihre Lernbereitschaft und -freude steigert.

Ist eure Schule eine Schule für Kinder, die sonderpädgogische Massnahmen brauchen?

Nein. An unserer Schule können wir keine Kinder aufnehmen, die sonderpädagogische Massnahmen im hochschwelligen Bereich benötigen. 

Was passiert mit den Kindern, die in die Oberstufe kommen?

Wir nehmen Kinder vom Kindergarten bis zur 3. Klasse auf. Die Oberstufe bieten wir ab dem Schuljahr 2030/31 an, sofern fünf Kinder aus dem 2. Zyklus der Vita Allegra in die Oberstufe übertreten. 

 

 

Könnt ihr denn die kantonalen Bestimmungen einhalten?

Wir halten alle nötigen Bestimmungen des Kantons Graubünden ein. Der Kanton Graubünden arbeitet nach Lehrplan 21. Dieser ist sehr offen definiert und arbeitet ebenfalls stark nach Kompetenzen. Auf den überfachlichen Kompetenzen (verknüpfung mit dem Alltag) wird im Lehrplan 21 grossen Wert gelegt - bei uns ebenfalls. 
Zusätzlich arbeiten wir mit den obligatorischen Schulbüchern des Kantons Graubünden.

Gibt es bei euch Prüfungen und Noten?

Nein, bei uns gibt es keine klassischen Noten und keine Prüfungen. Wir arbeiten mit wöchentlichen Zielbesprechungen mit jedem einzelnen Kind anhand unserer Kompetenzrastern, welche mit den obligatorischen Lehrmittel als auch dem Lehrplan 21 abgestummen sind. Im Kanton Graubünden ist es allerdings Pflicht, ab der 3. Klasse ein Notenzeugnis auszustellen. Dies wird im Hintergrund von der jeweiligen Klassenverantwortlichen Lehrkraft gemacht, so dass auch der Übergang in eine andere Schule oder im Berufsleben gewährleistet ist.
 

Lernen ohne Noten- wie geht das?

Wir wählen den Weg: «Lernen ohne Noten»

Wie geht das? Die Kompetenz- und Leistungsbeurteilung erfolgt je nach Zyklus differenziert:

-Lerntagebücher (Schatzheft / Naturtagebuch)
-Portfolio, bei uns Entdeckungsreise Dossier
-Präsentationen
-Lernentwicklungsgespräche inkl. Coaching anhand der Kompetenzraster
-Verbalbeurteilung

Die Kinder schreiben individuell mit der Lehrperson oder selbstständig ihre Reflektionen über das Erlebte und Gelernte. Die Lehrpersonen haben genug Möglichkeiten, den Stand der Kinder einzuschätzen. Die enge Zusammenarbeit und die überschaubare Klassengrösse ermöglichen dies.

Gegen Ende des 2. Zyklus kann auch das üben von Prüfungen bedeutender werden, je nachdem welchen Weg das Kind einschlagen will. Darauf können und werden wir eingehen, um den Anschluss beispielsweise ans Gymnasium zu sichern.